Sonntag, 26. Februar 2012

Grundlagenausdauer bis zu den Maasplassen

Man hört und liest ja immer wieder, dass die Grundlagenausdauer, die man Anfang der Saison legt, den Verlauf des Bike-Jahres bestimmt. Im vorigen Jahr hatte ich das mal konsequent durchgezogen und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Dabei hatte ich übrigens auch festgestellt, dass Rennrad oder Crossbike nicht so mein Ding sind, weil ich doch gewissen Einschränkungen bei der Streckenwahl unterliege. Deswegen habe ich meinen Crosser auch mittlerweile wieder verkauft. Aber das nur so nebenbei.
Wie legt man den Grundlagenausdauer (GA)? Eigentlich ganz einfach. Man fährt lange ruhige Runden im unteren Pulsbereich. Eigentlich ist das Mountainbiken dafür nicht so geeignet, weil es dabei ja zwangsläufig zu unterschiedlichen Intensitäten kommt, aber mit der richtigen Streckenwahl geht das doch und zwar ziemlich gut. Für gestern hatte ich mir eine Gegend ausgesucht, die ich sonst eher weniger befahre und zwar hin über Haaren, Montfort, Linne dann quer rüber nach Roermond (bis hier übrigens weitgehend im leichten Nebel) und von dort durch die bekannten Strecken rund um den Venhof wieder zurück. Auf dem Rückweg habe ich dann doch den Trail-Versuchungen rechts und links des Weges nicht ganz widerstehen können. Insgesamt genau die Tour, die ich mir vorgestellt hatte. Hat Spaß gemacht.Das Bild zeigt übrigens die Radfahrerbrücke in der Nähe von Linne. Mehr Bilder gibt es hier.

Montag, 20. Februar 2012

gepuderzuckerter Rosenmontag

Eigentlich hatten wir uns ja für gestern verabredet. Wir, das waren Markus de Lang, Bussy, Christoph und ich. Ich hatte mich schon sehr drauf gefreut, mit Markus und Bussy nach vielen Monaten (bei Bussy waren es gefühlte 4 Jahre) wieder mal gemeinsam eine schöne Runde zu drehen. Am Sonntagmorgen war das Wetter aber dann leider so, dass man keinen Hund vor die Tür jagen würde. Dicke Schneeregen-Schauer, unter 0 Grad und das Regenradar sagte weitere Niederschläge im Lauf des Morgens voraus. Obwohl wir alle nicht gerade aus Zucker sind, wäre es fahrlässig gewesen, bei diesem Wetter zu starten. So verschoben wir schweren Herzens unser Vorhaben auf den heutigen Tag. Leider hatte Markus und Bussy Familienpflichten zu erfüllen und so blieben Christoph und ich übrig. Heute war das Wetter um Längen besser. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himel und es regnete oder schneite nicht mehr. Kalt war es zwar immer noch, aber das macht uns normalerweise nichts aus, weil wir uns ja passend anziehen können. Und so fuhren Christoph und ich alleine Richtung Brunssumer Heide, nahmen aber diesmal nicht die ausgeschilderten Trails mit, sondern beschränkten uns weitgehend auf die asphaltierte Variante und ergänzten diese um Waldwege und dem ein oder anderen Trail. Danach kletterten wir noch die ersten Hügel des Heuvellands rauf, nur um die gewonnenen Höhenmeter wieder Richtung Süsterseel zu vernichten. Danach noch ein paar Trails durch den Süsterseeler Wald und dann am Rothenbach vorbei wieder nach Hause. Insgesamt waren es gut 60 Kilometer. Die erste längere Tour in diesem Jahr. Insgesamt war ich mit meinem Bike, dem neuen Scott Spark und mit meinen Beinen sehr zufrieden. Beide passen immer besser zusammen.
Ach ja, der Titel des Blog-Eintrags: Gestern hatte es ja geschneeregnet und davon waren einige Kristalle übriggeblieben. Insgesamt kamen uns weite Strecken der morgendlichen Anreise wie gepuderzuckerte Berliner vor. Und auch das passt natürlich zum Titel. Auch das zweite Bild zeigt, welche schönen Dinge die Natur zustandebringt.

Samstag, 11. Februar 2012

Wurm-drin-Eisbein-Tour


Gestern abend noch gefragt, wer mich denn auf meiner Tour heute Morgen begleiten möchte. Der einzige, der bei angesagten zweistelligen Minusgraden bereit war, früh das warme Bettchen zu verlassen, war mein Freund Wilfried. Da wir beide schon ein etwas länger zurückliegendes Baujahr sind, könnten böse Zungen natürlich auch von "seniler Bettflucht" sprechen. Egal, wir Mountainbiker habe ja alle zumindest einen an der Waffel. Nach 6 Kilometern merkte ich, dass mein Hinterreifen Luft verlor und so musste ich mit klammen Fingern den Schlauch wechseln. Weil das etwas länger dauerte, froren mir natürlich auch die jetzt schon warmen Muskeln wieder ein. Zum allem Unglück ging auch noch meine Pumpe kaputt, sodass mir nichts anderes übrigblieb, Wilfried anzurufen und um Hilfe zu bitten. Da wir beide uns nicht genau zugehört hatten, dauerte es auch noch einige Zeit bis er mit der Pumpe anrückte. Das war natürlich der Wärmebindung in meinem Körper nicht gerade förderlich. Bei der Reperatur hatte ich mir auch noch die Finger aufgeschrabbt. Da ich kein Pflaster dabei hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als die blutigen Finger in die Handschuhe zu stecken. Und da ein Unglück selten alleine kommt, merkte ich nach ein paar Kilometern dann schon wieder, dass ich platt hatte. Glücklicherweise hatte ich ja Wilfried dabei, der mir mit einem Schlauch aus der Patsche half. Trotzdem wurde uns bei der Reparatur natürlich wieder kalt. Die Folgen spürte ich nach ein paar Kilometern. In beiden Ober- und Unterschenkeln kündigten sich Krämpfe an. So entschlossen wir uns, ab sofort locker nach Hause zu rollen und auf weitere Trails zu verzichten. Der treue Wilfried hat mich bis nach Dremmen begleitet. Mann, war ich froh, nach gut 3 Stunden wieder zu Hause zu sein.

Sonntag, 5. Februar 2012

Eiskalt optimiert

Gestern habe ich meine ersten Erfahrungen mit meinem neuen Scott Spark gemacht. Am Nachmittag habe ich dann noch einige Einstellungen verändert und diese heute morgen ausprobiert. Mein Bike passt mir immer besser und zudem taste ich mich jetzt so langsam an das heran, was es zu leisten imstande ist.
Nach 1,5 Stunden war aber dann Schluß. Die Zehen begannen wegen der Kälte taub zu werden und auch der kalte Ostwind verbessert das Gefühl überhaupt nicht. Trotzdem waren es 90 Minuten frische Luft und Bewegung. Sehr entspannt bin ich zu Hause wieder angekommen.
Track auf GPSies:
 

Samstag, 4. Februar 2012

Eiskalt eingeweiht

Heute habe ich es nicht mehr ausgehalten. Mein neues Bike stand seit 1 Woche im Stall und scharrte schon mit den Hufen.
Das einzige, was mich von der 1. Ausfahrt abhielt, waren die 2-stelligen Minustemperaturen. Egal, wir beide wollten einfach nur mal raus. Musste ja nicht lange sein. Und wie es sich für ein Mountainbike gehört, wollte ich nicht auf der Straße probieren, sondern habe meine Heimattrails im Wassenberger Wald gewählt.
Durchgefroren, aber ansonsten mit einem sehr guten Gefühl kehrte ich zurück.
Fazit zum neuen Bike: Das Fahrwerk ist allererste Sahne. Mit einem Klick vom Lenker aus kann man zwischen 120mm, 85mm und 0mm, also Lockout wählen.er Unterschied ist sehr deutlich zu spüren. Und das für Gabel und Dämpfer gleichzeitig. Genau dieses, nur bei Scott-Bikes erhältliche Feature hatte mich zum Kauf bewogen. Übrigens ist der Unterschied sehr deutlich zu spüren.
Dazu das Komplettgewicht von leichten 11,5 Kilo. Einfach fantastisch.

Was mir nicht gefallen hat, ist die Bereifung mit Schwalbe Rocket Ron. Ich bin vorher den X-Cross von Conti gefahren. Die schlechteren Roll-Widerstandswerte des Rocket Ron habe ich sehr deutlich gemerkt. Auch die Schaltung (XT mit SLX-Schalthebeln von Shimano) habe ich gegenüber der bisher von mir gefahrenen Sram-Schaltung als deutlich schwammiger empfunden. Mal abwarten, vielleicht ist es auch nur eine Gewöhnungssache. Die Reifen werde ich auf jeden Fall tauschen.
Den Track habe ich auf GPSies abgelegt.

Freitag, 3. Februar 2012

Half Day and half Night

Heute wollte ich etwas früher Feierabend machen, aber wie immer ging sich dies nicht aus. Also war mir schon klar, dass ich "etwas" Licht benötigen würde.Am Ende war ich die Hälfte der Strecke bei Tageslicht und die zweite Hälfte im Dunkeln unterwegs.

Um Punkt 16:40 war ich startklar, mit Lampe am Helm und vollgeladenem Akku. Los ging es Richtung Hariksee weiter, von Brempt den Campinplatztrail über Niederkrüchten zur Pannenmühle, weiter zur Gokartbahn über Amern zum Borner See. Knapp an der Haustür vorbei weiter Richtung Venekotensee am Aussichtsturm vorbei um dann auf die 7 Hügel abzubiegen.

Es dunkel und die Kälte machte sich nach ca. 1,5 Stunden langsam breit. Aber die 7 Hügel haben dann wieder meine Lebensgeister geweckt. Dann ab Vennhof weiter Richtung Grenzübergang Rothenbach. Nun wurde es aber richtig kalt.

Den Rothenbachtrail zum x-ten mal im Nightridemodus - aber immer wieder ein Erlebnis, erst recht mit leichtem Schneefall - weiter über Dalheimer Mühle nach Oberkrüchten und Elmpt ins warme Nest.

Nach knapp 3 Stunden und 50 km wieder daheim. Einige Tipps an alle Winterfahrer:

- Ohne beheizbare Sohlen ist der Spaß spätestens nach maximal 2 Stunden vorbei

- wer mit Trinkrucksack fährt sollte mindestens alle 5 Minuten ein Schlückchen nehmen, sonst muß die Leitung mühsam frei gebissen werden.

- möglichst nur bergauf fahren und wenn es mal bergab geht bremsen.

Ich liebe unseren Sport, aber heute was es auch für mich grenzlastig, es war echt kalt.

Viel Spaß wünsche ich allen beim Winterbiken.

Liebe Grüße

Joe