Samstag, 29. Oktober 2011

Biketest - Tag Nr. 1, Bike Nr. 1

Ich überlege, mir ein neues Bike zu kaufen. Da derzeit ja 29er (also die mit den großen Laufrädern) schwer angesagt sind, wollte ich mal eins probefahren. Sven von Campana-Radsport in Burscheid bot mir an, mal eines ausgiebig über die Trails zu scheuchen und das habe ich heute ausgenutzt.

Sven hatte für sich selbst einen Salsa "Spearfish" Rahmen aufgebaut mit XTR-Schaltung, ZTR-Crest-Laufrädern mit Hope-Nabe (übrigens, der Freilauf macht ein sehr schönes Geräusch), RockShox SID-Federgabel mit 100mm und (blockierbarem) DT-Swiss-Dämpfer mit 80mm. Extra zu Beginn der Wintersaison hatte er die Mäntel  frisch aufgezogen. Die Geax-Pneus sind für matschige Trails gemacht, auf trockenen wie heute rollen sie dafür aber zum Teufel nicht. Alles in allem dürfte das Bike gut 12 Kilo auf die Waage gebracht haben.
Erstes Hinschauen: mmh, sieht schon etwas ungewohnt auf
Erster Eindruck beim Aufsitzen: passt! Ich saß etwas aufrechter als auf meinem Cube, aber schön mittig im Bike. Nur Sven's Beine sind etwas kürzer als meine, also kurz die Sattelstütze mal ein paar Zentimeter rausziehen.
Erster Fahreindruck: nicht wesentlich anders als ein "normales" Mountainbike, vielleicht einen Tick sicherer.
Dann kamen die ersten Trails. Rollt gut! Dann die ersten Wurzeln. Die großen Laufräder rollen einfach drüber und Befürchtungen, dass man wie mit den kleineren Laufrädern zwischen 2 Wurzeln steckenbleibt, brauchte ich auch nicht zu haben. Die Traktion bergauf ist phänomenal. Da muß es schon sehr steil werden, ehe das Vorderrad steigt. Im Downhill hätte ich mir vorne den einen oder anderen Zentimeter mehr Federweg gewünscht, wenn es richtig ruppig wurde. Hinten reichten die 80mm aus. Und von einer grösseren Trägheit durch die großen Laufräder habe ich persönlich nichts gespürt.
Fazit: Ich bin eigentlich zu Sven gefahren, weil ich mir durch einen eigenen Eindruck Gewißheit verschaffen wollte, dass ein 29er nichts für mich ist. Da muß ich jetzt mal mindestens eine Nacht drüber schlafen. Ich rate jedem, der mit dem Gedanken spielt, mal selbst ein 29er probezufahren und sich einen Eindruck zu verschaffen. Mehr Bilder hier.

Übrigens enthielt Loisl's GPS-Track, den er mir zur Verfügung gestellt hatte, einen tollen Trail an der Dhünn vorbei (mindestens gefühlte 5 Kilometer). Manuel würde den sicher in seine Holy-Trails-Sammlung aufnehmen. Einfach nur genial.

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